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Aktuelle Nachrichten

23.09.2016

Neue Weltwärts-Freiwillige für Kayunga!

Bereits im August durften Ulrike Maier aus Witzenhausen Unterrieden und Tim Weber aus Schorbach

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23.09.2016

Feuerwehr in Witzenhausens Partnerstadt Kayunga erfolgreich gegründet

Anfang August konnte in der Witzenhäuser Partnerstadt Kayunga ein gebrauchtes Feuerwehrfahrzeug übergeben und damit auch eine Feuerwehrstation gegründet werden. Bereits eine Woche später, ist das Fahrzeug zu seinem ersten Einsatz ausgerückt. Damit konnte das Gemeinschaftsprojekt der Stadt Witzenhausen und des Uganda-Teams zu einem vorläufigen Abschluss gebracht werden.

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Krankheiten

Wenn man in ein afrikanisches Land, wie z.B. Uganda reist, sollte man wissen, welche Krankheiten einem begegnen können und wie man sich impfen oder schützen kann. Auf dieser Seite sind die wichtigsten Krankheiten aufgeführt. Die dazu nötigen Impfungen sind auf der Seite "Impfungen" zu finden.

Die Beschreibung dieser Krankheiten soll Keinem bange machen. Von uns ist kaum jemand krank geworden und die wenigen Ausnahmen beschränkten sich auf leichte Krankheiten, die hier gar nicht aufgeführt sind.


Die wichtigsten Krankheiten, die man kennen sollte sind:

Gelbfieber

Gelbfieber

Beschwerden:

Gelbfieber äußert sich nach 3 bis 6 Tagen zunächst durch leichtes Fieber und Kopfschmerzen. Später steigt das Fiber plötzlich und man fühlt sich schwer Krank.

Ursachen:

Verursacht wird das Gelbfieber durch einen Virus, dessen Träger Affen sind und durch Mücken auf den Menschen übertragen wird.

Mögliche Folgen und Komplikationen:

Nach einer scheinbaren Besserung folgt wieder Fieberanstieg, Leberanschwellung, Nierenversagen Kreislaufkollaps, toxische Gefäßschädigung und in einigen Fällen droht sogar der Tod.

Gelbfieber ist eine meldepflichtige Krankheit. Um eine Ausbreitung zu verhindern, ist unbedingt ein Arzt zu informieren.

Vorbeugung:

Impfung und Mückenschutz. Für Uganda ist die Gelbfieberimpfung sogar Voraussetzung, um ins Land einreisen zu dürfen.

Wann zum Arzt?

Sofort

Selbsthilfe nicht möglich

Behandlung:

Keine, nur die Symptome können gelindert werden

Hepatitis (Leberentzündung)

Hepatitis (Leberentzündung)

Beschwerden:

Der Hinweis auf eine Hepatitis sind Schmerzen unter dem rechten Rippenbogen. Der Beginn der Hepatitis gleicht einer Grippe: Müdigkeit, Kopfschmerzen, bisweilen Gelenkschmerzen, oft Übelkeit und Brechreiz mit Widerwillen gegen Fett, Fleisch, Alkohol und Nikotin. Verstopfung, Durchfall, Blähungen folgen.

Da die Leber sich etwas vergrößert, entstehen Schmerzen unter dem rechten Rippenbogen. Oft tritt leichtes Fieber und ein juckender Hautausschlag auf, der Bienenstichen ähnelt. In der zweiten Krankheitsphase färben sich Haut und Augen rötlichgelb und der Urin dunkel. Das Fieber sinkt wieder ab. Der Stuhl entfärbt sich. Manchmal schwellen die Lymphknoten im Halsbereich an, und die Milz ist vergrößert. Meist verstärkt sich die Gelbsucht in den ersten drei Wochen. In seltenen Fällen kann die Hepatitis ohne Gelbsucht verlaufen. Wird sie nicht erkannt ist die Ansteckungsgefahr hoch.

Ursachen:

Viren, Bakterien, Parasiten, Medikamente. Oft sind die Ursachen allerdings nicht bekannt. Es gibt drei Virusarten. Sie werden mit A, B oder C bezeichnet.

Ansteckungswege:

Hepatitis A: Durch den Mund, etwa mit Wasser, Getränke oder Nahrungsmittel. Besonders durch Meeresfrüchte, die durch infizierten Urin oder Kot verunreinigt sind und durch engen Kontakt (Essbesteck, Geschirr, Toilette) mit Infizierten. Epidemien werden oft durch Fliegen übertragen.

Hepatitis B oder C: Über den Blutweg. Als Eintrittspforte genügen mikroskopisch kleine Hautverletzungen, in die infizierter Speichel, Urin, Stuhl, Vaginal schleim, Samenflüssigkeit, Blut oder Blutplasma eindringen. Die Gefahr einer Infizierung ist beim Geschlechtsverkehr besonders hoch. Vor allem bevor Infizierte die Krankheit bemerken, können Sie die Hepatitis auf andere Personen übertragen. Bis zu drei Monaten nach der Ausheilung finden sich die ansteckenden Partikel noch im Blut.

Erkrankungsrisiko:

Ärzte, Krankenschwestern, Laboranten usw. sind gefährdet, wenn sie mit infizierten Blut Blutprodukten oder Stuhl hantieren müssen. Erhöht ist das Risiko im Krankenhaus auf Dialyse- oder Krebsstationen. In Südostasien, in Ländern südlich der Sahara oder in der Amazonas-Region ist Hepatitis B sehr verbreitet. Hepatitis A kann einen überall auch in Deutschland begegnen.

Mögliche Folgen und Komplikationen:

Akute Hepatitis: In seltenen Fällen kann sich eine akute Leberentzündung dramatisch verschlechtern: Auf starke Schläfrigkeit folgt geistige Verwirrung, dann Bewusstlosigkeit. Innerhalb weniger Tage tritt der Tod ein. Die Ursachen sind noch nicht geklärt. Alkoholiker sind davon häufiger betroffen. Die akute Hepatitis kann in 10 bis 15 % chronisch werden. Meist sind davon ältere Menschen und Rekonvaleszente betroffen.

Chronische Hepatitis: Die chronische Leberentzündung verläuft ohne Gelbsucht und kann jahrelang bestehen. Wird sie von Medikamenten verursacht, kann sie von selbst abklingen, sobald man die Mittel nicht mehr einnimmt. Jene Formen können bis zur Leberzirrhose fortschreiten. Defekte des menschlichen Abwehrsystems sind verantwortlich für die aggressive Form der chronischen Hepatitis, bei der immer wieder die Gelbsucht ausbricht und die nur selten ausheilt, meist jedoch zu Leberversagen und/oder Leberzirrhose führt.

Vorbeugung:

Hepatitis A: Sauberkeit bei Speisen, Getränken und Körperhygiene. Gegen die Reisehepatitis ist eine passive und eine aktive Impfung möglich.

Hepatitis B: Es gibt eine wirksame Impfung.

Wann zum Arzt:

Wenn das allgemeine Wohlbefinden beeinträchtigt ist und die Gelbfärbung von Urin, Haut und Augen auffällt.

Selbsthilfe:

Sobald die Krankheit erkannt ist, muss man wegen der Ansteckungsgefahr den Kontakt zu Anderen meiden und peinlich auf Sauberkeit achten: Urin, Stuhl, Speichel und Blut können die Krankheit überragen. Waschlappen, Handtücher, Bettzeug, Bettgeschirr usw. müssen ausgekocht werden. Dazu muss man Einweghandschuhe verwenden.

Behandlung:

Eine Blutuntersuchung muss sicherstellen, ob es sich um Hepatitis handelt. es ist bereits zu Beginn der Erkrankung möglich, die einzelnen Hepatitis-Formen voneinander zu unterscheiden.

Es gibt keine Behandlung gegen die Krankheitsursache. In den meisten Fällen geht die akute Erkrankung innerhalb von vier bis sechs Wochen von selbst zurück. Bettruhe ist nicht notwendig. "Gönn' Dir Ruhe", bis das Fieber abgeklungen ist und der Arzt festgestellt hat, dass sich die Blutwerte gebessert haben. In neun von zehn Fällen heilt die Hepatitis vollständig nach drei bis vier Monaten ab, die Hepatitis A fast immer. Die Blutwerte sollten aber bis zur völligen Normalisierung kontrolliert werden.

 

Darminfektionen (Typhus / Cholera)

Darminfektionen (Typhus/ Cholera)

Beschwerden und Ursachen:

Das Hauptsymptom aller Darminfektionen ist Durchfall, eventuell verbunden mit Erbrechen. Normalerweise scheidet man täglich zwischen 100 bis 300 Gramm Kot aus. Bei Menschen die häufig Gemüse, Obst und Vollkornprodukte essen, ist es mehr. Stuhl besteht zu 60 bis 90 % aus Wasser. Durchfall bedeutet, dass mehr Wasser abgeht als aufgenommen wird, der Körper also Wasser verliert. Als Durchfall gilt wässriger-flüssiger Stuhl, mehr als dreimal pro Tag.

Reisedurchfall:

Der Reisedurchfall kann zu Schwindel, Erbrechen, lauten Darmgeräuschen, Bauchkrämpfen und Durchfällen in allen Variationen und Schweregraden führen. Er tritt oft in regelmäßigen Epidemien auf und vergeht meist nach wenigen Tagen von selbst.

Typhus:

Typhus und Paratyphus (durch verunreinigtes Trinkwasser und Nahrungsmittel) beginnt mit Verstopfung, allmählich steigender Temperatur, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Bronchitis. In der zweiten Woche Fieber bis 40° C, kleine rote Flecken am Rumpf, seltener an Armen und Beinen. Erst in der dritten Woche erbsbreiartiger Durchfall.

Cholera:

Cholera (durch verunreinigtes Trinkwasser und Nahrungsmittel): milchig wässriger Stuhl, dauerndes Erbrechen, Harnverhaltung. Kein Fieber sondern Untertemperatur. Selbst nach einer Behandlung können Erkrankte die Erreger noch drei Monate ausscheiden. Ob das der Fall ist, sollte der Arzt unbedingt prüfen.

Erkrankungsrisiko:

Mangelnde Hygiene und Zeiten in denen Durchfälle wie Epidemien verbreitet sind, sowie Reisen erhöhen das Risiko.

Mögliche Folgen und Komplikationen:

Weil der Körper mit der Flüssigkeit auch die wichtigen Mineralien Kalium und Magnesium verliert, kann es zu einem Kreislaufkollaps kommen - besonders schnell bei Kindern, bei alten und gebrechlichen Menschen und bei Personen mit schweren Durchfallerkrankungen, wie z.B. Cholera. Die Folge davon können Blutveränderungen sein, die die Nieren belasten.

Vorbeugung:

Impfungen gibt es gegen Cholera und Typhus. Hygienische Maßnahmen.

Wann zum Arzt:

Wenn sich Spuren von Blut, Schleim, Eiter oder Fett im Stuhl befinden, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Selbsthilfe:

Nichts essen aber viel trinken: gesüßten Tee, Mineralwasser und Cola, aus denen man durch Schütteln oder offen stehenlassen die Kohlensäure entfernt hat und Fruchtsäfte. Früchte enthalten das wichtige Kalium. Zucker fördert die Aufnahme der Mineralsalze, die bei schweren Durchfällen und Brechdurchfällen verlorengehen.

Deshalb sollte man zweimal am Tag auch eine Messerspitze Kochsalz zu sich nehmen. Hierfür gibt es auch spezielle Mineralsalztabletten. Man sollte das Vierfache der gewohnten Flüssigkeitsmenge trinken, um den Verlust auszugleichen. "Gönn' Dir Ruhe".

Behandlung:

Sogenannte Durchfallmittel sind wenig sinnvoll, manchmal sogar gefährlich. Nur wenn der Durchfall länger als fünf Tage dauert, gesundheitsschädigende Formen annimmt und die Ursachen eindeutig geklärt sind, wird der Arzt Medikamente verordnen, die die Darmbeweglichkeit herabsetzen und den Mineralsalzverlust einschränken, z.B. Imodium. Die Erreger von bakteriellen Infektionen müssen nachgewiesen werden. Ihre wirksame Bekämpfung mit Antibiotika ist jedoch nicht bei allen Krankheiten möglich. Selten werden die Wasser- und Mineralstoffverluste so groß, dass man ins Krankenhaus muss, wo Dauerinfusionen den Verlust ausgleichen.

Bei Typus sind Antibiotika wirksam. Bei einer Antibiotikabehandlung können jedoch allergische Reaktionen auftreten, die zu schweren Nebenwirkungen führen können. Daher ist es wichtig, dass man über seine Antibiotika-Verträglichkeit informiert ist.

Bilharziose

Bilharziose

Erreger

Schistosomen

Verbreitung

Der Erreger Schistosoma haematobium und mansoni ist in Afrika, Zentral- und Südamerika sowie Südwestasien weit verbreitet, auch finden sich einzelne Herde in Indien. Nach Schätzungen sind ca. 200 Millionen Menschen von diesen Parasiten befallen.

Übertragung

Die Übertragung erfolgt durch die intakte Haut nach Kontakt mit zerkarienhaltigem Wasser. Zerkarien sind Schwanzlarven der Trematoden, die sich in der Schnecke als 1. Zwischenwirt entwickeln. Der erwachsene Wurm entwickelt sich im Menschen als 2. Zwischenwirt.

Inkubationszeit

10 - 12 Wochen

Krankheitszeichen

Die ersten Krankheitszeichen sind Hauterscheinungen und Juckreiz, danach folgt gelegentlich das akute Krankheitsstadium mit Fieber für 1 - 2 Wochen. Nach 3 - 6 Monaten kommt es zu schwerwiegendem Harnwegsbefall, aber auch der Befall der Lunge ist möglich.

Behandlung

nach Ausprägung

Vorbeugung

Träge fließendes Süßwasser sollte in den betroffenen Regionen generell gemieden werden. Also: Nicht baden und fischen! Trinkwasser muss grundsätzlich abgekocht werden.

Diphtherie

Diphtherie

Beschwerden:

Fieber, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit. Meistens ist der Rachen befallen, Halsschmerzen und Schluckbeschwerden treten auf. An der geschwollenen Rachenhinterwand lässt sich ein weißer oder bräunlicher Belag erkennen. Wenn sich Schwellung und Beläge ausbreiten, kommt es zu Heiserkeit, bellendem Husten und Atemnot.

Ist auch die Nase betroffen, so ist der Schnupfen blutig. Manchmal entstehen auch bläulich-braune Flecken auf der Haut, sogenannte Hauteinblutungen.

Ursachen:

Infektion mit Bakterien, die einen Giftstoff ausschütten. Die Bakterien werden durch feinste Speicheltröpfchen oder verunreinigte Nahrungsmittel übertragen

Das Erkrankungsrisiko steigt... für Menschen, die mangelhaft ernährt sind oder in beengten hygienischen Wohnverhältnissen leben.

Mögliche Folgen und Komplikationen:

Die Schwellungen und Beläge im Kehlkopf können zu Atemnot und zum Ersticken führen. Manchmal können die Diphtherie-Gifte auch das Herz und die Blutgefäße schädigen und so ein Kreislaufversagen verursachen.

Selten kann sogar das Nervensystem betroffen sein. Es kommt zu Bewegungs- und Gefühlsstörungen.

Etwa 22% der mit Diphtherie Infizierten leiden unter schweren Folgeerkrankungen oder sterben. Wer eine Diphtherieinfektion überstanden hat, ist lebenslang dagegen immun. Er kann allerdings immer noch Erreger aufnehmen und auch ausscheiden. Damit kann er zur Gefahr für Nicht-Immunisierte werden.

Vorbeugung:

Die wichtigste Vorbeugung ist die Impfung. Erkrankte Kinder müssen streng isoliert werden, um Andere nicht anzustecken. Der Arzt muss jede Diphtherie-Erkrankung dem Gesundheitsamt melden.

Wann zum Arzt:

Wenn die Körpertemperatur trotz fiebersenkender Mittel nicht sinkt. Wenn die Temperatur länger als zwei Tage über 38° liegt, ohne dazwischen abzusinken. Wenn das Kind vor allem abends immer wieder erhöhte Temperatur hat. Wenn andere schwere Krankheitszeichen hinzukommen (z.B. Kopf- oder Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, bellender Husten oder blutiger Schnupfen) oder ein Organ besonders betroffen ist.

Selbsthilfe Ist nicht möglich.

Malaria

Malaria

Die Malaria ist eine der häufigsten Infektionskrankheiten der Welt; vier verschiedene Erregertypen verursachen unterschiedliche Malariaformen. Die gefährlichste Form, die Malaria-tropica, wird durch Plasmodium falciparum hervorgerufen.

Von allen Kontinenten kommt Afrika eine herausragende Bedeutung zu: Hier ist im Vergleich zu Amerika und Asien die Mückendichte am höchsten und die Malaria-tropica am häufigsten. Daher trägt der/die Afrika reisende das höchste Risiko einer Malariainfektion.

Beschwerden:

Anzeichen für Malaria sind (hohes) Fieber, Kopf-, Bauch- und Gliederschmerzen, Schweißausbrüche, Durchfall. Malaria hat eine Inkubationszeit von mindestens sieben Tagen.

Ursachen:

Malaria wird durch den Stich der weiblichen Anophelesmücke übertragen. Beim Blutsaugen gelangen die Erreger der Malaria, die Plasmodien, in die Blutbahn und befallen die roten Blutkörperchen.

Das Risiko steigt ... abends und morgens sind die Anophelesmücken am Aktivsten. Die Mücken treten in der Nähe von Wasserstellen und Sumpfgebieten häufiger auf.

Durch Resistenzen bieten Malariaprophylaxen keinen 100% Schutz.

Mögliche Folgen und Komplikationen:

Malaria tritt bei kurzen Reisen erst dann auf, wenn der Reisende bereits wieder in Deutschland ist. Hier wird eine Malaria oft mit einer Grippe verwechselt. Unbehandelte Malaria kann zum Tod führen.

Vorbeugung:

Den wichtigsten Schutz bietet ein (intaktes) Moskitonetz in der Nacht.

Ab der Dämmerung, wenn die Mücke in der Kühle der Nacht ihre Aktivitäten entfaltet, bietet man ihr am besten wenig Haut (tragen von heller langbeiniger und langärmliger Kleidung). Auch ein insektenabweisender Stoff schützt zusätzlich (Autan, Zedan).

Eine Malariaprophylaxe kann bei kürzeren Aufenthalten sinnvoll sein.

Wann zum Arzt:

Sofort, bei grippeartigen Symptomen. Damit die Malaria nicht für eine Grippe gehalten wird, sollte man den Arzt informieren, dass man sich in den Tropen aufgehalten hat. Es sind leider schon viele Menschen gestorben, weil der Arzt eine falsche Diagnose gestellt hat.

Selbsthilfe:

Einnahme von Mefloquin (Lariam oder Malarone) in hohen Dosen Es gibt in den meisten afrikanischen Ländern Malariastationen, wo man i.d.R. Medikamente erhält, die bei den lokalen Malariaarten am besten anschlagen. Hier kann auch ein entsprechender Schnelltest durchgeführt werden.

Behandlung:

Die Behandlung erfolgt mit Medikamenten. In einigen Fällen kann der Malariaerreger komplett vernichtet werden. In einigen Fällen bleibt der Erreger im Körper und kann immer wieder zu leichten Malariaanfällen führen.

Sonnenbrand

Sonnenbrand

In einer tiefen Hautschicht befinden sich Zellen, die den schwarzen Farbstoff Melanin bilden. Dieses Melanin verteilt sich in der Epidermis (Haut) und färbt sie an. Die Bestrahlung mit UV-Licht sorgt für eine vermehrte Melaninbildung und regt außerdem die Epidermis zu erhöhter Zellproduktion an. Mit einer dickeren und dunkleren Haut schützt sich der Körper vor UV-Licht.

Beschwerden:

Gerötete, heiße empfindliche Haut, die manchmal anschwillt. Bei starken Sonnenbrand bilden sich Blasen.

Ursachen:

Zu lange Sonnenbestrahlung der Haut. Reflektierte Sonnenstrahlen können auch bei dunstiger Witterung oder im Schatten Sonnenbrand verursachen. In Uganda verdecken oft Wolken den Himmel. Trotzdem erreichen die schädlichen UV-Strahlen die Haut.

Das Risiko steigt ... bei hellhäutigen Menschentypen; in heißem Klima; bei Aufenthalten in Regionen im Hochgebirge.

Mögliche Folgen und Komplikationen:

Bei häufigem Sonnenbrand oder bei regelmäßigem Sonnenbaden über viele Jahre hinweg, altert die Haut frühzeitig und verliert ihre Elastizität. Außerdem erhöht sich die Gefahr von Hautkrebs. Bei sehr starkem Sonnenbrand treten die gleichen Folgen wie bei Verbrennungen ein.

Vorbeugung:

Intensität und Dauer des Sonnenbades und die Stärke des Sonnenschutzmittels auf den Hauttyp abstimmen. Dabei sollte das Schutzmittel einen Schutz gegen UVA- und UVB-Strahlen besitzen. Eine langsame Bräunung hält länger an und ist gleichmäßiger. UV-Strahlen der Sonne können bis zu etwa 20% Kleidungsstücke durchdringen.

Wie lange Sonnenbaden?

Hautärzte sagen: "überhaupt nicht"! Jedes Sonnenbad vergrößert das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Wer sich trotzdem nicht davon abschrecken lassen will, sollte zumindest ein Sonnenschutzmittel verwenden.

Mit der Zahl des Lichtschutzfaktors kann man die Eigenschutzzeit in der Sonne multiplizieren und erhält die Zeit, die man sich nach dem Auftragen in der Sonne aufhalten kann, ohne allzu großen Schaden zu nehmen.

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