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Aktuelle Nachrichten

23.09.2016

Neue Weltwärts-Freiwillige für Kayunga!

Bereits im August durften Ulrike Maier aus Witzenhausen Unterrieden und Tim Weber aus Schorbach

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23.09.2016

Feuerwehr in Witzenhausens Partnerstadt Kayunga erfolgreich gegründet

Anfang August konnte in der Witzenhäuser Partnerstadt Kayunga ein gebrauchtes Feuerwehrfahrzeug übergeben und damit auch eine Feuerwehrstation gegründet werden. Bereits eine Woche später, ist das Fahrzeug zu seinem ersten Einsatz ausgerückt. Damit konnte das Gemeinschaftsprojekt der Stadt Witzenhausen und des Uganda-Teams zu einem vorläufigen Abschluss gebracht werden.

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Bildung

Bishop Brown SchoolWie oft in Afrika ist auch in Uganda Bildung = Business. Zwar ist der Besuch der Grundschule in Uganda für die ersten vier Kinder einer Familie frei, für alles weiter muss jedoch gezahlt werden. Da es häufig Ganztagesschulen sind müssen aber auch für die ersten vier Kinder Unterkunft und Schuluniformen bezahlt werden. Das ugandische Bildungssystem lehnt sich an das britische an.

 

Es gibt staatliche Schulen aber meist werden die Schulen privat durch z.B. Kirchengemeinden oder anderen Organisationen betrieben. Die staatlich festgesetzten Lehrergehälter sind gering und so wandern viel gut ausgebildete Lehrkräfte an Schulen ab, die bessere Gehälter versprechen.

 

Insbesondere für Ärmere, wie z.B. Aidswaisen ist eine Schulausbildung oder gar eine Berufsausbildung schwer bis gar nicht zu leisten. 

 

In Kayunga selbst gibt es zahlreiche Kindergärten, Vorschulen und Grundschulen sowie einige weiterführendeUnterricht Schulen und Berufsschulen, an denen man sich unterschiedlichste Qualifikationen erwerben kann. Von den vielen Schulen in Kayunga sollen hier zwei der größten etwas näher vorgestellt werden:

 

Die UMEA-Primary-School in Kayunga, liegt ca. 2 km außerhalb der Stadt. UMEA bedeutet Uganda-Moslem-Education-Association. Wenn auch nicht ausschließlich Moslems hier lernen, ist die Erziehung doch islamisch. Die mehr als 800 Schüler haben einen 8-Stunden Tag. Da viele Schüler von weit her kommen, ist der Ganztagesschule - wie den meisten in Uganda - auch ein Internat angegliedert.

Namagabi Secondary School 

Die Kosten tragen die Eltern. Wenn sie ihren Teil bezahlt haben, unterstützt sie auch der Staat mit einem kleinen Anteil. Viele Familien können das Schulgeld nicht aufbringen. Oft werden auch bereits begonnene Ausbildungen wieder abgebrochen. Während der Trockenzeit, in der die Eltern nichts ernten und folglich auch nichts verkaufen können, fehlt vielen das Geld um die Schulkosten zu bezahlen. Nur ca. 10% aller Schüler erreichen den Abschluss. Solange die Schulen Geld kosten, wird es auch keine Schulpflicht geben. In der Erntezeit kommen die Schüler nicht immer regelmäßig, da sie dann ihren Familien helfen müssen.

 

Der Unterricht umfasst im Wesentlichen die Fächer Englisch, Mathematik, Soziallehre und die Landessprache Luganda. Pro Klasse werden bis zu 50 Schüler unterrichtet. Die 4 Jahre dauernde UMEA-Grundschule wird von Schülern im Alter von 4-16 Jahren besucht. Sie kommen aus Entfernungen bis zu 15 km. Schulbusse oder etwas ähnliches gibt es nicht. Nur wenige haben Fahrräder.

 

Die Secundary-school in Ndeeba, ca. 5 km von Kayunga entfernt, ist eine christlich orientierte Schule der 'Church of Uganda'. Hier lernen ca. 400 Schüler bis zu 5 Stunden täglich. Es gibt in den Klassen keine einheitliche Altersstruktur, da es keine Schulpflicht und somit auch kein geregeltes Eintrittsalter gibt. Die Schüler sind sehr an dem Unterricht interessiert, denn ohne Ausbildung ist es schwer, einen Beruf zu bekommen. Die ugandischen Schulen vermitteln jedoch überwiegend ein rein akademisches Wissen. Dieses im Jahre 1962 von den Briten übernommene Bildungssystem hilft den Schülern, wenn sie auf weiterbildende Schulen gehen. Diejenigen aber, die zur Universität nach Kampala oder ins Ausland gehen, sind für Kayunga verloren. Nach ihrem Studium leben sie in den großen Städten Ugandas oder bleiben im Ausland.

 Unterricht

Allen anderen Schülern fehlt eine praxisgerechte Ausbildung. Zwischen dem erlernten Schulwissen und den zur Ausübung eines Berufes notwendigen Kenntnissen klafft eine große Lücke. Eine Berufsausbildung, wie wir sie in Deutschland kennen, gibt es in Uganda nicht. Die Chancen nach der normalen Schulausbildung einen Beruf oder einen bezahlbaren Studienplatz zu erhalten sind jedoch sehr gering.

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