Inhalt

Aktuelle Nachrichten

16.01.2021

Der Uganda-Team Infobrief

Liebe Mitglieder und Freunde des Uganda-Teams,             Wir haben eine alte Sache neu aufgelegt: den Infobrief des Uganda-Team e.V. Dieses Thema haben wir auf der letzten außerordentlichen Mitgliederversammlung am 16. Dezember 2020 diskutiert, und ein Mitglied machte den Vorschlag, regelmäßig einen Infobrief zu erstellen, der sich jeweils einem Schwerpunktthema widmet. Die Idee haben wir gerne aufgegriffen, deshalb erscheint hier heute der erste Infobrief. Er soll regelmäßig einmal im Quartal erscheinen und Themen aus unserer Vereinsarbeit und Schwerpunktinformationen aus Witzenhausen und/oder Kayunga enthalten. Heute geht es um unseren Förderantrag an Engagement Global zur Corona-Pandemiehilfe für Kayunga.

Weiterlesen …

03.12.2019

Machbarkeitsstudie für Solarlampen in Kayunga abgeschlossen: Vorstellung der Ergebnisse im Rathaus in Witzenhausen

Sechs Monate lang haben Sophie Scheller aus München, Yannik Woll aus Kassel sowie Rodney Kibwika und Rajab Kasujja aus Kayunga, der Partnerstadt von Witzenhausen, gemeinsam an der Machbarkeitsstudie zu solarbetriebenen Straßenlampen für Kayunga gearbeitet. Am 17.11.2019 haben Sophie Scheller und Yannik Woll die Ergebnisse ihrer Studie im Rathaussaal in Witzenhausen vorgestellt.

Weiterlesen …

Der Uganda-Team Infobrief

16.01.2021 von Peter Oesterlin

 

Thema des Tages

Antrag für ein Projekt bei Engagement Global zur Minderung der Not, die durch die Corona-Pandemie in Kayunga entstanden ist.

Im Juni 2020 hat Engagement Global mit seiner Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ein Programm aufgelegt, das sogenannte Corona-Solidarpaket.  Es wendet sich an Kommunen mit Partnerkommunen im globalen Süden und ruft auf, Projekte zu entwerfen, die die coronabedingte Not in den Partnerkommunen lindern können. Die Projekte werden zu 100% gefördert, dürfen insgesamt nicht mehr als 50.000 € betragen und müssen innerhalb eines Jahres abgeschlossen werden. Der Antrag muss von der Stadt Witzenhausen gestellt werden.

Nach Bekanntwerden dieses Aufrufs hat sich im Uganda-Team eine Projektgruppe gebildet, bestehend aus Isabella und Dirk Junker, Marius Wille, Kolja Braun und Peter Oesterlin, und hat ein Projekt skizziert, das aus zwei Teilen besteht. Der Name des Projekts lautet "Stärkung des kommunalen Krisenmanagements in Kayunga (Uganda) und Aufbau einer Versorgung mit keimfreiem Trinkwasser". Der erste Teil dient der Stärkung des Krisenmanagements in der Verwaltung in Kayunga und bei KCDA. Aus der Erfahrung der Vergangenheit wissen wir, dass es Verbesserungsmöglichkeiten bei der Abwicklung komplexer Projekte in Kayunga gibt. Die Bewältigung einer Krise wie der Coronapandemie mit all ihren wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, logistischen und kommunikativen Herausforderungen ist ein sehr komplexes Projekt. Deshalb sollen im ersten Teil des Projekts bis zu vier Mitarbeiter der Verwaltung in Kayunga (Kayunga Town Council, KTC) und von KCDA eine professionelle Schulung in Projektmanagement durch einen lokalen Anbieter erhalten.

Im zweiten Teil werden 6 Wasserfilteranlagen PAUL (Portable Aqua Unit for Lifesaving) nach Kayunga verschickt und dort mit der Unterstützung durch Marius aufgebaut und in Betrieb genommen. Dieses Projekt dient der Bereitstellung von keimfreiem Trinkwasser, vor allem in ländlichen Gebieten um Kayunga herum. Gleichzeitig können die im ersten Projektteil Ausgebildeten das im Projektmanagement-Kurs Erlernte vertiefen und anwenden.

PAUL ist ein Wasserfilter, der von Prof. Franz-Bernd Frechen im Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft der Universität Kassel entwickelt wurde und inzwischen von einer kleinen Firma auf Bestellung produziert wird. Ein PAUL kann mehr als 1000 Liter Wasser täglich reinigen, wobei nicht nur Schwebestoffe, sondern auch Bakterien und Viren fast vollständig beseitigt werden.  Die Filter arbeiten ohne Strom und sind über Jahre hinaus nahezu wartungsfrei. Er ist bereits in vielen Ländern, insbesondere in Asien, Südamerika und einigen afrikanischen Ländern, im Einsatz. Wer mehr Interesse daran hat: https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserrucksack, oder nach "PAUL Wasserfilter" googeln.

Nachdem die Projektgruppe die Struktur des Projekts erstellt, mit der Verwaltung in Kayunga und KCDA abgesprochen und alle Ausgaben mit Angeboten bzw. Preisangaben hinterlegt hatte, wurden der Magistrat der Stadt Witzenhausen und der Städtepartnerschaftsverein Witzenhausen informiert und um seine Stellungnahme gebeten. Schließlich muss die Stadt den Antrag bei Engagement Global für sich und die Partnerkommune stellen. Der Magistrat und hier besonders Herr Reiner Winkler waren schnell von der Sinnhaftigkeit des Projekts überzeugt. Für diese Zustimmung möchten wir noch einmal unseren großen Dank aussprechen. Am 19. November 2020 konnte der fertig formulierte Antrag mit allen Unterlagen an Herrn Bürgermeister Herz übergeben werden, und die Stadt hat den offiziellen Antrag am 23. November bei Engagement Global gestellt.

Das Projekt ist nicht klein und braucht regelmäßige Betreuung und Beobachtung. Aber wir haben Unterstützung! Die Stadt Witzenhausen hat sich dafür entschieden, in der kommunalen Entwicklungspolitik (KEPol) aktiv zu werden und hat dazu auch schon eine Stelle geschaffen, die ebenfalls von Engagement Global finanziert wird. Diese Stelle wurde nun verlängert und ab Januar ist sie neu besetzt. Entsprechend den Vorgaben von Engagement Global soll sich diese Stelle insbesondere mit dem globalen Süden beschäftigen. Da passt Kayunga natürlich genau rein. Daher soll das Projekt auch maßgeblich von KEPol betreut und begleitet werden, was uns sehr stark entlastet.

Unsere Hoffnung auf eine positive Antwort noch im Dezember hat sich zwar nicht erfüllt, denn Engagement Global hat offensichtlich mehr Projektanträge erhalten als erwartet. Wir gehen aber davon aus, dass wir im Januar einen Bescheid bekommen und dass wir dann unverzüglich mit dem Projekt beginnen können.

Über die weiteren Schritte werden wir euch natürlich auf dem Laufenden halten.

 

 

Und sonst noch…

Außer dem Corona-Solidarpaket gab es eine Spende aus dem Königshaus der Kirschkönigin Witzenhausen, die wir am Jahresende 2020 nach Kayunga überwiesen haben. Es werden Tische und Stühle für eine Grundschule angefertigt. Mehr Information werdet ihr bekommen, sobald die Aktion abgeschlossen ist.

Wir möchten an dieser Stelle allen Spendern recht herzlich danken, die uns im vergangenen Jahr unterstützt haben und dadurch zur Verbesserung der Situation in Kayunga beigetragen haben.

 

 

Zurück