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23.09.2016

Neue Weltwärts-Freiwillige für Kayunga!

Bereits im August durften Ulrike Maier aus Witzenhausen Unterrieden und Tim Weber aus Schorbach

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23.09.2016

Feuerwehr in Witzenhausens Partnerstadt Kayunga erfolgreich gegründet

Anfang August konnte in der Witzenhäuser Partnerstadt Kayunga ein gebrauchtes Feuerwehrfahrzeug übergeben und damit auch eine Feuerwehrstation gegründet werden. Bereits eine Woche später, ist das Fahrzeug zu seinem ersten Einsatz ausgerückt. Damit konnte das Gemeinschaftsprojekt der Stadt Witzenhausen und des Uganda-Teams zu einem vorläufigen Abschluss gebracht werden.

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Feuerwehr in Witzenhausens Partnerstadt Kayunga erfolgreich gegründet

23.09.2016 von Dirk Junker

Anfang August konnte in der Witzenhäuser Partnerstadt Kayunga ein gebrauchtes Feuerwehrfahrzeug übergeben und damit auch eine Feuerwehrstation gegründet werden. Bereits eine Woche später, ist das Fahrzeug zu seinem ersten Einsatz ausgerückt.

Damit konnte das Gemeinschaftsprojekt der Stadt Witzenhausen und des Uganda-Teams zu einem vorläufigen Abschluss gebracht werden. Ziel des Projekt war es, ein gebrauchtes Tanklöschfahrzeug in Deutschland zu kaufen, mit gespendeter Ausrüstung zu bestücken und nach Kayunga zu verschiffen. Das Fahrzeug wurde im Mai verschifft und ist im Juni in Uganda angekommen. In Kayunga soll das Fahrzeug dazu dienen, den Grundstein für eine Feuerwehr zu legen, denn die nächste Feuerwehrstation ist von Kayunga mehr als 1-2 Fahrtstunden entfernt. Eine Feuerwehr gab es bisher in Kayunga nicht.

Während die Gesamtleitung des Projekts der Stadt Witzenhausen oblag, wurde das Uganda-Team u.a. mit der Umsetzung des Projektes in Kayunga beauftragt.

Vom 17.07. bis 04.08. sind 5 Feuerwehrleute nach Kayunga gereist um das Fahrzeug zu übergeben und die dortigen Feuerwehrleute an dem Fahrzeug und der Ausrüstung auszubilden. Eigentlich sollte das Fahrzeug zu diesem Zeitpunkt bereits vollständig überführt worden sein, jedoch befand sich das Fahrzeug in der ersten Woche noch im Zollbereich.

Diese Verzögerung hatte auch Auswirkungen für den Ablauf der Ausbildung der ugandischen Feuerwehrleute. In der ersten Woche konnte Senior-Trainer Hans-Staude (früherer Stadtbrandinspektor Witzenhausen und Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Werra-Meißner) daher nur theoretischen Unterricht durchführen. Am Freitag, 22. Juli konnte das Fahrzeug nach Kayunga gebracht werden, sodass nun auch die praktische Ausbildung erfolgen könnte. Die Feuerwehrleute David Nicol (Witzenhausen), Nicole John (Eschwege) und Yvonne Apel (Wendershausen) unterstützten Staude bei der Ausbildung. Schwerpunkt der Arbeit waren dabei insbesondere die Erste Hilfe, Fahrzeug- und Pumpentechnik, Retten aus Schächten, Vornahme von Löschangriffen und der Ausbildung an sämtlichen Geräten des Fahrzeugs, welches neben der feuerwehrtechnischen Beladung auch Ausrüstungsgegenstände wie hydraulisches Rettungsgerät, Stromerzeuger und Beleuchtungsmaterial, Funkgeräte und vieles mehr an Bord hat. Insgesamt wurden 15 Trainingseinheiten an 10 Tagen durchgeführt.

Neben der Feuerwehrausbildung musste auch die Öffentlichkeit sensibilisiert werden, denn in Kayunga gab es bisher keine Feuerwehr. Plakate, mit Verhaltensmaßnahmen und wie ein Notruf abzusetzen ist, wurden gedruckt. Auch eine Notfallrufnummer musste eingerichtet werden, damit Notrufe direkt in der Feuerwehrwache von Kayunga ankommen. Um die Informationen bekannt zu machen, wurden auch vier Schulen besucht, um die Schüler und Lehrer zu informieren. Dabei haben sich einige Ugander und Deutsche als wahre Talente erwiesen, die einen gespielten Notruf theaterreif demonstrierten.

Die Bevölkerung von Kayunga hat die neue Feuerwehr sehr positiv aufgenommen. Dies sieht man auch daran, dass Geld gespendet wurde, um eine Halle für das Feuerwehrfahrzeug zu bauen, denn das Geld dafür war im Budget der Stadtverwaltung nicht vorhanden.

Betreiber der Feuerwehr ist die Polizei von Uganda. Dazu hat die Polizei 11 Arbeitsplätze geschaffen. Darunter den Leiter "O.C. Fire" Sunday Buchana und 10 Feuerwehrleute, die in zwei Schichten die Feuerwache in Vollzeit besetzt halten. Die Stadt Kayunga hat ein Verwaltungsgebäude zur Verfügung gestellt, in dem die Feuerwehrleute untergebracht sind. Die Polizei von Uganda begrüßt dieses Projekt ebenfalls. Bei einem Besuch des stellvertretenden IGP (Inspector General Police – Generalinspektor der Polizei, dem höchsten Polizeibeamten), Mr. Okoth-Ochola, wurde mitgeteilt, dass es ungewöhnlich sei, dass eine Feuerwehr aus einer Privatinitiative gegründet wurde. In Uganda gibt es erst in 10 von 111 Distrikten eine Feuerwehr. Dies sind die Städte: Kampala, Jinja, Mbale, Tororo, Entebbe, Masaka, Mbarara, Gulu, Hoima und nun auch Kayunga Nur wenige Feuerwehrfahrzeuge sind so gut ausgerüstet wie das Fahrzeug in Kayunga.

In Kayunga gibt es aber immer noch Herausforderungen: Das Wassernetz ist unzureichend aber es soll in den nächsten Jahren erneuert werden. Offene Wasserstellen zum Auffüllen des Tanks sind teilweise weit entfernt. Es wurde daher der Antrag an die Polizei gestellt ein zusätzliches Tankfahrzeug mit einem reinen Wassertank von ca. 10.000 Litern zur Verfügung zu stellen. Es gibt Hoffnung, dass dem Wunsch entsprochen wird. Auch ein Krankenwagen könnte dann die Feuerwache vervollständigen. Es fehlt aber auch an Kleinigkeiten wie geeignete Lagerräume, eine Werkstatt oder Spinde für die Unterbringung der Schutzausrüstung. Der Leiter der Feuerwehr in Uganda (Director of Fire prevention and rescue service Uganda Police Force) Joseph Mugisa, hat Unterstützung zugesagt.

Am 2. August hat die offizielle Übergabe des Fahrzeugs und die Einweihung der Feuerwehrstation stattgefunden. Für die Feier ist eigens das Musikkorps der Polizei aus der Hauptstadt Kampala angereist, um einen Umzug durch Kayunga durchzuführen. Dazu sind auch der stellvertretende IGP, der Landrat von Kayunga, Bundestagsabgeordnete und andere hochgestellt Personen angereist. Als Vertreter der Deutschen Botschaft war der Leiter der Entwicklungshilfeabteilung, Udo Weber; angereist. Er war als Ehrengast eingeladen. In seiner Ansprache führte er aus, das die Städtepartnerschaft zwischen Witzenhausen und Kayunga ein gutes Beispiel ist, zu was das Engagement der Bürger fähig ist und den öffentlichen Dienst in Uganda verbessern kann.

Bei der Übergabe bei der ca. 800 Menschen teilnahmen, wurden auch zwei Übungen der ugandischen Feuerwehrleute durchgeführt, um ihr Können zu demonstrieren.

Noch sind Spenden nötig. Das Projekt, das überwiegend vom BMZ (Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit) mit Hilfe von Global Engagement finanziert wurde, konnte noch nicht vollständig finanziert werden. Neben unerwarteten Kosten beim Transport sind zusätzliche sinnvolle Anschaffungen getätigt worden, um das Fahrzeug vollständig auszurüsten. Spenden können beim Uganda-Team eingezahlt werden auf dem Konto;

IBAN: DE17 5225 0030 0050 0274 08, Betreff: Feuerwehr

 

 

 

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